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HERAUSFORDERUNGEN

Für die zukünftige Allgemeine Luftfahrt sind sowohl ein nachhaltigerer Betrieb als auch die Sicherheit und die Minimierung der Geräuschemissionen am und um die Flugplätze wichtige Kriterien:

1. Sicherheit

Laut der Statistik der US Federal Aviation Administration (FAA) ist der Triebwerksausfall auf Platz drei unter den Top 10 der Hauptursachen für tödliche Unfälle in der allgemeinen Luftfahrt aufgeführt. 

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Die 10 häufigsten Ursachen für tödliche Unfälle in der Allgemeinen Luftfahrt 2001-2016 (FAA, USA):

  1.   Kontrollverlust im Flug   (Pilotenfehler)

  2.   Kontrollierter Flug ins Gelände (Pilot verliert Bezug zum  Gelände, Pilotenfehler)

  3.   Systemkomponentenfehler – Triebwerksausfall   (technischer Fehler)

  4.   Kraftstoffbezogener Triebwerksausfall

  5.   Unbekannt oder unbestimmt

  6.   Systemkomponentenfehler - Nicht-Triebwerk

  7.   Unbeabsichtigter Flug in Instrumentenflugbedingungen

  8.   Kollisionen in der Luft

  9.   Operationen in geringer Höhe

  10.   andere

          (https://www.faa.gov/news/fact_sheets/news_story.cfm?newsId=21274)

Unter den technischen Ursachen für tödliche Flugunfälle nimmt der Motorausfall den 1. Platz ein !

Aufgrund von Triebwerksausfällen während des Fluges und den daraus entstehenden gefährlichen und möglicherweise tödlichen Folgen für Piloten und Passagiere ist daher einer der wichtigsten Ansatzpunkte, das Fliegen mit Flugzeugen sicherer zu machen.

Besonders betrifft dies auch den einmotorigen Instrumentenflug, bei dem Pilot und Passagiere bei einem Motorausfall ohne Sicht kaum eine Überlebenschance haben.

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2. Lärm-Emissionen

Die Sensibilisierung hinsichtlich der Lärmbelastung von Flugplatzanrainern steigt stetig an. Weltweit ist zu beobachten, dass sich Flugplatzanrainer aufgrund der Lärmbelastung mobilisieren, um die Flugaktivitäten auf den Flugplätzen einzuschränken oder ganz einzustellen. Ein zentrales Argument von Anrainer und Aktivistengruppen ist die Belastungen durch Lärm, und das zum Spaß einiger weniger, die sich das leisten können.


Damit die Freizeit- und Privatluftfahrt in diesem herausfordernden Umfeld überleben und sich weiterentwickeln kann, ist es unumgänglich, dass hinsichtlich der Lärmbelastung Lösungen geschaffen werden. 


Gerade in Zeiten, in denen leise Elektroautos die Lärmbelastung wesentlich reduziert, muss die Luftfahrt die Geräuschemissionen der Flugzeuge ebenso und so rasch wie möglich reduzieren.

Wir müssen handeln, bevor die nächsten Flugplätze wegen hoher Lärmemissionen geschlossen oder die Betriebszeiten der Flugplätze noch weiter verkürzt werden.

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3. Abgas-Emissionen

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Von Umweltschutzgruppen und öffentlichen Institutionen wird die Luftfahrt weltweit zunehmend in Frage gestellt. Der relativ hohe Kraftstoffverbrauch und die suboptimale Verbrennung bei älteren Motoren sowie das von den meisten  Flugzeugmotoren noch immer verwendete AVGAS mit umweltschädlichen Zusätzen, wie z.B. Blei, geben Anlass, dringend für Lösungen für die Zukunft zu sorgen. 
 

35 Jahre nach der Einführung von Katalysatoren für Automotoren, sind sie bei Flugmotoren bis heute nicht zu finden. Obwohl verbleite Kraftstoffe vor mehr als 20 Jahren von der Straße verbannt wurden, fliegen heute weltweit noch die meisten Sportflugzeuge mit verbleitem AVGAS.  

 

Der Trend zu Elektroantrieben ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der sehr langsame Anstieg der verfügbaren Batterie-Energiedichten und des damit verbundenen enormen Gewichts der Batterien lässt allerdings erkennen, dass die meisten Fluganforderungen der Allgemeinen Luftfahrt in den kommenden Jahren mit einem batterieelektrischen Betrieb wohl nicht erfüllt werden können.

3. Abgas-Emissionen

4. Beibehaltung der gewohnten Reichweite und Flugleistung

Selbst sparsamste Flugzeuge mit geringer Motorleistung sind heute mit mindestens  70 Liter Tankinhalt ausgestattet. Das bedeutet eine Mindestflugzeit von 4 Stunden und eine Reichweite von mindestens 800 km. Für den Reiseflug wird von einer Antriebsleistung von rund 70 PS ausgegangen.


Die überwiegende Mehrheit der Piloten der Allgemeinen Luftfahrt sieht dies als Mindestanforderung beim Kauf eines Flugzeugs.


Nur ein kleiner Bruchteil dieser Anforderungen kann mit Batterien oder Wasserstoff in den nächsten 25-30 Jahre oder länger erreicht werden.

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for NEW and for EXISTING aircraft

5. Für alle NEUEN und bereits BESTEHENDEN Flugzeuge

Wenn ein neues Antriebssystem nur für neue Flugzeuge und neue Flugzeugtypen geeignet ist, dann dauert es Jahrzehnte, bis der Antrieb mit all seinen Komponenten implementiert und neue Flugzeuge entwickelt, produziert und alte Flugzeuge ersetzt sind. Es würde viele Jahrzehnte dauern, bis Veränderungen in Bezug auf die Umweltbelastung erreicht werden können.

Um möglichst schnell spürbare Veränderungen in Sachen Umweltbelastung zu erreichen, ist es sehr wichtig, dass neue Antriebssysteme auch für die Ausrüstung bestehender Flugzeugtypen und hunderttausender bestehender Flugzeuge geeignet sind.

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6. Die Zeit ist der Schlüssel: Umsetzung in den nächsten Jahren !

Es ist schön zu hoffen und zu träumen, aber wir brauchen die Lösungen kurzfristig,

… und nicht erst in 30 Jahren!

Derzeit ist keine Technologie bekannt, die all die Anforderungen auch nur ansatzweise erfüllen kann. Wir brauchen also eine Brückentechnologie für die nächsten 30 Jahre und noch länger, um die dringenden Anforderungen möglichst rasch erfüllen zu können.

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